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Der Vielvölkerstaat Kamerun war seit jeher ein Schmelztiegel der Völker und Kulturen des westlichen und östlichen Sudan, Guinea und des Kongo Gebietes. Der Sudan bezeichnet dabei die von, dunkelhäutigen Menschen bewohnten Gebiete südlich der Sahara. Die Bevölkerung Kameruns gliedert sich in mehr als 260 verschiedene Volksgruppen auf, sich jeweils geprägt durch unterschiedliche Kulturen, Religionen, Traditionen und entsprechend vielen, klar voneinander zu unterscheidende Sprachen. Durch die mehr oder weniger weit zurückliegenden Verflechtungen untereinander können die einzelnen Ethnien nicht streng voneinander getrennt betrachtet werden, sondern ihre Lebensgemeinschaften sind vor allem Übergänge. Der Versuch einer Gliederung muss zunächst natürlichen Dualismus muss Savanne – Regenwald wieder aufgreifen, der dem Gegensatz Norden - Süden entspricht. Aufgrund dieser extrem unterschiedlichen geographischen erklärt sich die differenzierte Bevölkerungsstruktur des von den Sudan Völkern im Norden bis zum den Wald Franken im Süden. Die heutige Verteilung der Völker Kameruns ist das Ergebnis der Völkerwanderungen während der letzten Jahrhunderte. Auch müssen die verschiedenen Ethnien immer grenzüberschreitend betrachtet werden, da die heutigen Staatsgrenzen Kameruns von den Kolonialherren willkürlich gezogen worden, ohne die jeweiligen Stammesgebiete zu berücksichtigen. Die Bevölkerung im Norden Kameruns gliedert sich in zwei Gruppen, die durch politische und gesellschaftliche Organisationen, die Lebensweise, die Sprache und speziell die Religion sehr unterschiedlich voreinander sind. Die islamischen Volksgruppen leben vor allem in den großen Ebenen. Die Anhänger traditioneller Religionen zogen sich teilweise in das Bergland im Nordwesten zurück. Sie wurden von den islamischen Invasoren Kirdi, Ungläubige genannt.Der so genannten tschadischen Sprachgruppe an gehörendes zählen zu den ersten Bewohnern des heutigen Staatsgebietes im äußersten Norden. Dabei bildeten die Paläo- Sudanesen die Ersten, aus denen die Mandara, Mafa, Mofou, Kapsiki, Guiziga, Guidar und weitere hervorgingen. Unter dem Druck der aus der immer trockener werdenden Sahara nach Süden kommenden Völker und, Jahrhunderte später, der islamischen Ankömmlinge suchte eine große Teile der Bewohner Zuflucht in den Mandara Bergen. Die Neo-Sudanesen bildeten in einer zweiten Welle Ethnien der Massa, Mousgoum und Kotoko, die sich im Tal des Logone Flusses ansiedelten. Weitere sudanesische Volksgruppen ließen sich in der Adamaoua Region nieder und begründeten u.a. die Stämme Mboum, Dourou Koutine und Lakea-Mbere. Sie hatten nicht genügend Kraft, sich der Islamisierung durch die eindringenden Fulbe Nomaden des auslaufenden 18. Jahrhunderts zu widersetzen und wurden daher weitgehend moslemisch. Andere Ethnien zogen sich in das Bénoué-Tal zurück. |